Pfingstsegeln 2017 am Heeger Meer

Bericht und Bilder: Guido Büker

Über das Pfingstwochenende haben wir bei Hoora Watersport in Heeg, direkt am Heeger Meer in Friesland, eine Motion 670 gechartert.

Als Unterkunft und Basis diente uns eine von zwei Trekkershütten direkt im Hafen, in der wir mit drei Erwachsenen (Steffi und Udo, Guido) und zwei Kindern (Emma und Jan) schlafen konnten.
Von hier haben wir Tagestörns über die Gewässer auf und rund um das Heeger Meer unternommen.

Die Motion 670 ist ein offenes, 6,70 m langes und 2,20 m breites Segelboot mit einer großzügigen Plicht und einem Tiefgang von 90 cm. Das Rundspantboot mit 24 qm Segelfläche ist schnell und wendig und mit einem innen liegenden Elektromotor mit Klappschraube ausgestattet.

Der erste Tag startete mit leichtem Regen und moderatem Wind.
Unser Ziel: Koudum, einmal das Heeger Meer von Ost nach West. Die Wettervorhersage sagte Wind aus Ost, später drehend auf West. Genau so kam es. Raumschots hin, kurze Pause am Restaurant vom Campingplatz Koudum, Winddreher, immer mehr Sonne und Raumschots wieder zurück. Im Heimathafen gab es dann ein frisch gezapftes an der zur Außenbar umgebauten BM-Jolle.

In der Zeit durften die Kinder kostenlos mit einem Schlauchboot samt Außenborder durch den Hafen knattern, was sie ausgiebig genutzt haben.

Am zweiten Tag ging es nach Workum (friesisch: Warkum).
T-Shirt und kurze Hose waren angesagt. Der Weg führte über Kanäle und Seen, die mit Booten reichlich befahren wurden.

So konnten die Ausweichregeln ausgibst geübt werden. Als Tagesabschluss gab es Kibbeling mit Pommes an der Vishal in Heeg. Hier kann mit dem Boot direkt an der Terrasse angelegt werden.

Für Montag sollte der Wind mit 4 bis 5 Winstärken aus Süd-Ost auffrischen.
Somit entschieden wir uns für eine fast reine Kanalfahrt Richtung Sloten.
Die Herausforderung war das Slotermeer zwischen Woudsend und Sloten, genau gegenan. Die Kinder wollten die „Spritztour“ unter Motor durch die Welle. Also Regenklamotten an.

Es war ein riesen Spaß und wir wurden klatschnass, so dass wir vor Sloten erstmal unsere Klamotten trocknen mussten.

Da unser Heimathafen in der vergangenen Nacht Probleme mit der Stromversorgung hatten, waren unsere Batterien nicht vollgeladene und verlangten nach Energie. Also eine weitere Stunde Zwangspause, die wir aber bei sommerlichem Wetter genossen haben.

Daher wurde unser Tagestrip kein Rundkurs, sondern ging auf gleichem Weg wieder zurück. Das dritte Reff als Vorbereitung auf den Vorwindkurs im Slotermeer wurde eingebunden. Doch plötzlich schlief der Wind komplett ein. Wir refften unterwegs wieder aus und kullerten mit einem lauen Lüftchen nach Hause. Dabei zogen wir locker an allen anderen Seglern vorbei. Tolle Performance der Motion 670.

Auf dem Marktplatz von Workum

Anmerkung:
Der Hafen von Hoora Watersport in Heeg ist ein super Ausgangspunkt mit guten und gepflegten Booten. Die Anlage bietet auch Gruppen die Möglichkeit hier ihre Basis mit Zelten und großzügigen Unterständen zu errichten.