Die 50. boot in Düsseldorf – Sportmesse zum Mitmachen für alle Wasserfreunde.
 
  

 
Am Sonntag den 19.01.2019 hatte ich die Möglichkeit, gemeinsam mit 12 jugendlichen Sportkameraden der SKU die Messe boot in Düsseldorf zu besuchen.
 
Die Boot ist erfrischend anders als andere Messen, hier gab es in mehreren Hallen Action, auch zum selber Ausprobieren. Mit knapp 2.000 Austellern aus 73 Ländern auf 220.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche und 18 Messehallen plus Außenstellfläche ist die Boot 2019 die größte Wassersportmesse der Welt. Im Jahre 2018 sind 247.000 Besucher gezählt worden, ähnliche Besucherzahlen wurden auch dieses Mal erreicht, um sich in Düsseldorf über die Neuheiten auf dem Boots-, Charter-, Tauch- und Surfmarkt zu informieren.
 
Für mich persönlch war die "Wave" in Halle 8A einer der Highlights und Publikumsmagnet, bei der Profi-Surfer oder Wakeboarder versuchten, die perfekte Welle zu erwischen. Aber auch halbwegs trainierte Amateure konnte bei einem Gewinnspiel den Ritt auf der Riesenwelle probieren.
 
In Halle 3 drehte sich alles um das Tauchen. In einem der zwei Becken konnten Interessierte zusammen mit einem Tauchlehrer den Rausch der Tiefe am eigenen Körper erleben. Sie konnten dabei von anderen Besuchern am Beckenrad begutachtet und fotografiert werden. Gleich mit der ganzen Familie konnte man in Halle 13 ins Kanu steigen und entlang eines 90 Meter langen Flusslaufes paddeln. Junge und junggebliebene Besucher konnten in Halle 14 in Optimisten auf einem 25 x 10 Meter großen Testbecken aufs Wasser gehen, wobei Ventilatoren für Wind auf der Wasserfläche sorgten. Betreut wurden die jungen Segler von Mitarbeitern der Segelschule Unterbacher See. In aller Gemütsruhe durfen auch Ungeübte im Sportfishing Center in Halle 13 die Angel auswerfen.
 
Das Bühnenprogramm legte seinen Schwerpunkt auf das Thema Sicherheit auf dem Wasser. Vorgeführt wurde das professionelle und sichere Verhalten im Falle eines Wassereinbruchs im Boot. Dabei wird der Worst-Case an einer echten Yacht demonstriert. Besucher waren eingeladen, das Leck zu suchen und abzudichten. Auch wie man eine ins Wasser gefallene Person zurück an Bord bekommt, wurde vorgeführt. Der ebenso wichtige Umgang mit einer Rettungsinsel, das Packen eines Notfallrucksacks für Seereisen und der Ablauf einer Bergung aus der Luft wurde vorgestellt.
 
Direkt vor dem „Segelwasserbecken“ durfen wir ein Bühnenprogramm mit Vorträgen, Mitmach-Aktionen und Live-Shows erleben. Dabei schilderten Ausbilder und Profisegler anhand von Erlebnisberichten, wie der Start ins neue Hobby gelingt, sei es über Mitsegeln auf Yachten, Traditionsschiffen oder über eine Ausbildung im Verein oder Segelschule. Verschiedene Familien erzählten von ihren Törns mit dem Kindern und den daraus gewonnenen Tipps in ganz verschiedenen Revieren – vom Bodensee bis zur Südsee. Außerdem beschrieben Weltumsegler von ihren persönlichen Erfahrungen. Ebenfalls sollten Virtual Reality Brillen mit kurzen Segelfilmen das Interesse der Besucher steigern.
 
Bei den über 15.000 Schritten, die wir auf der Messe zurücklegten, fanden wir auch einige Prominente unter den Ausstellern. Die Surf-Legende schlechthin, Robby Naish, der 1976 mit 13 Jahren als jüngster Weltmeister und mit mehrfachen Weltmeistertiteln in jeglichen Surfsportarten berühmt wurde. Er stattete am Wochenende, wie schon im Vorjahr, der Boot seinen Besuch ab. Er plauderte aus dem Nähkästchen und stellte auf der „Wave“ unter Beweis, dass er sein Können nicht verloren hat.
 
Das Besonders an der Boot 2019 ist ihr 50-jähriges Jubiläum. Anlässlich dieses Ereigniesses wurde die Entwicklung des Segelsports in den letzten 5 Dekaden gezeigt: Jugend-Olympiaseglerin Constanze Stolz, Langstreckensegler Bastian Hauck (bekannt durch sein Buch "Raus ins Blaue") und Segelprofi Helge Sach gaben einen Rückblick. Außerdem wurde ferngesteuertes Segeln, Aufrigg-Wettbewerbe und Knotenkunde nicht ausgelassen. Beim ferngesteuerten Segeln wurden 1,40 m große Boote auf einem Testbecken ferngesteuert. Angrenzend an das etablierte Sailing Center bot die Tech Zone in Halle 15 eine neue Fläche, auf der die Technologien des Hochleistungssports den Besuchern nähergebracht wurden. Kurze Videosequenzen, futuristische Exponate und ein Bereich für eSailing luden zum Fachsimpeln und Ausprobieren ein. Besonders interssant war eine Modenschau, bei der Segelbekleidung der letzten 50 Jahren präsentiert wurde.
 
Es gab tatsächlich Aussteller aus dieser Zet. Sie erzählten, dass die Messe damals noch in einer einzigen Halle an der Fischerstraße stattfand. Maria und Hans-Jakob Lenz zählen mit ihrem Unternehmen für Yacht-Ausrüstungen („Lenz Rega-Port“) zu diesen Pionieren.
 
Nach einem anstrengenden, erlebnisreichen Tag können wir zusammenfassen, dass wir viel neue Aspekte und Neuigkeiten rund um den Segelsport erfahren haben. Wir haben bei Weitem nicht alles sehen können. Am meisten haben uns die Mega-Yachten und Schnellboote beeindruckt. Von unten aus betrachtet sehen sie noch massiger aus.
 
Auch im nächsten Jahr werden wir die segelfreie Zeit mit einem Besuch auf dieser interessanten Messe überbrücken. Alle interessierten Jugentlichen unseres Vereins sind herzlich eingeladen, sich uns anzuschließen !
 
Mt seglerischen Gruß
Ellen
 


 
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