SKU-Bericht, Feuerlöschboot Düsseldorf
    SKU,   Segelkameradschaft Unterbacher See e.V.,  Duesseldorf
Bericht:    Besichtigung Feuerlöschboot in Düsseldorf
 

 
    Die SKU zu Besuch im Hafen

Am 31. Januar 2004, einem grauen, kühlen Samstagmorgen mit frischem Wind, wurde der Besuchstermin von über 20 Mitgliedern der SKU wahrgenommen.         
 
Gegen 10.00 Uhr wurden wir recht herzlich vom Schiffsführer Herrn Klaus Seibert (selbst ein begeisterter Segler) begrüßt. Es folgte eine sehr interessante Führung durchs ganze Boot, bei der auch unzählige Fragen geduldig beantwortet wurden.
 

 

Am Liegeplatz  
 
  
  
 

  im Rheinhafen
(Bilder anklicken)    

 
Technisches Umfeld:
Es gibt in NRW drei dieser Löschboote, die in Köln, Düsseldorf und im Duisburger Binnenhafen stationiert sind. Im Bedarfsfall arbeiten die Boote zusammen, wie es z.B. bei einem Großbrand im Duisburger Hafen der Fall war. Natürlich brauchen sie für die Anreise entsprechende Zeit . . .
Das Boot war im letzten Jahr vollständig überholt und technisch auf den letzten Stand gebracht worden. Der Kiel wurde verstärkt, um Beschädigungen des Rumpfes zu mindern, wenn der Einsatz in untiefem Wasser erfolgen sollte. Die Innenräume wurden mit einem Überdrucksystem ausgerüstet, so dass im Bedarfsfall keine explosiven oder giftigen Gase ins Innere des Schiffes eindringen können.
 
Technische Ausrüstung:
2  Turbodieselmaschinen (MTU) mit je 1000 PS.
Verbrauch je Maschine bei Volllast: ca. 100 Liter.
Die Dieselmaschinen können wahlweise zum Schiffsantrieb oder zum Pumpen oder Lenzen eingesetzt werden. Entsprechende Rohranschlüsse sind außenbords vorhanden. Der Maschinenraum ist ständig vorgeheizt, damit die Dieselmaschinen im Notfall sofort unter Volllast betrieben werden können.
 

  •  Besatzung:  5  Feuerwehrleute
  •  Höchstgeschwindigkeit:  ca. 25 Knoten
  •  Länge:  35 m
  •  Breite:  6-7 m
  •  Tiefegang:  1,35 m
  •  Wasserverdrängung:  100 t
  •  Zwei Schaum/Wasserkanonen
  •  Vorrat an Löschschaum:  1,5 cbm
  •  Vorrat an Löschwasser:  beliebig/unbegrenzt
  •  Das Boot verfügt über Radar, Echolot, Schiffsfunk und über ein normales Handy
  •  Infrarotsuchgerät:   um heiße und damit auch mögliche explosionsgefährdete
         Schiffsbereiche bei Bränden orten zu können;
         um Personen bei Nacht am Ufer oder im Wasser aufspüren zu können
     
    Beim Rundgang wurde u.a vorgestellt:
  •  der Maschinenraum (peinlichst sauber und aufgeräumt; Wartungswerkzeug vor Ort)
  •  der Einsatzraum mit tragbarer Pumpe, Rettungs- und Sicherungsmittel und den
         persönlichen Schutzausrüstungen der Mannschaft
  •  der Aufenthaltsraum
  •  die Aufbauten wie Ankerwinde, Löschkanonen
     
    Die Mannschaft wartet ihr Boot selber.
    Die Berufsausbildung zum Feuerwehrmann auf dem Feuerlöschboot ist anspruchsvoll.
    Der normalen Ausbildung als Landfeuerwehrmann muss das Binnenschifferpatent folgen. Jeder Feuerwehrmann muss in der Lage sein, das Schiff steuern zu dürfen.
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    Nach der Führung folgte die Rundfahrtauf dem Rhein.
    Die Kinder wurden mit Rettungswesten ausgestattet.
    Mit Querstrahlruder legte das Boot zügig vom Steg ab und es ging bei eisigem Wind rheinabwärts. Kurz hinter der neuen Rheinbrücke wurde gewendet. Stromaufwärts wurden nun die Gashebel  "auf den Tisch gelegt". Die Motoren gaben hörbar ihr Bestes. Konnten wir vormals zügig die Frachter überholen, so blieben diese nun fast stehen. Das Bugwasser schoss in beeindruckender Weise hoch auf.
    Nach ca. 10 bis 15 Minuten Höchstgeschwindigkeit wurden die Motoren wieder auf Marschgeschwindigkeit gedrosselt. Nun übernahm bis zum Hafen zurück "Kapitän" Peter Preuß das Ruder.    

    Bericht:  Klaus Peter Schmittgen,    Bilder:  Hartmut Schmidt 
     

     
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